Malevizi: Gedenken an die 23 Erschossenen
Die Gemeinde Malevizi und der Kulturverein von Kamaraki ehrten das Andenken an 23 Bewohner der Gegend, die im August 1944 in der Goniano-Schlucht erschossen wurden.
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Eine Gedenkveranstaltung für 23 Bewohner der weiteren Region Malevizi, die im August 1944 von den deutschen Besatzungstruppen erschossen wurden, fand am Sonntag, dem 16. August 2026, in Kamaraki bei Heraklion statt. Die Feier wurde am Ehrenmal am Eingang der Goniano-Schlucht, an der Stelle Porofarango, abgehalten und gemeinsam von der Gemeinde Malevizi und dem Kulturverein von Kamaraki ausgerichtet. Anwesend waren Vertreter der örtlichen Behörden, Angehörige der Opfer und Bewohner der umliegenden Ortschaften.
Von den 23 Erschossenen stammten siebzehn aus Kamaraki, die übrigen sechs aus Gonies, Sisarcha, Anogia, Astyraki und Kamarioti. Die geografische Verteilung der Opfer zeigt, dass das Geschehen nicht nur einen einzigen Ort betraf, sondern das gesamte Bergland zwischen Malevizi und dem Psiloritis, eine Gegend, die während der Besatzungszeit zu den am schwersten heimgesuchten Kretas gehörte. Im August 1944, in der Phase des Rückzugs der deutschen Truppen aus dem Landesinneren, verschärften sich in vielen Dörfern der Präfektur Heraklion die Vergeltungsmaßnahmen gegen Zivilisten.
In seiner Ansprache ging der Bürgermeister von Malevizi, Menelaos Bokeas, auf die Umstände der Erschießung und auf die Bedeutung ein, das Andenken für die jüngeren Generationen zu bewahren. „Kreta mag geblutet haben, aber es ist nicht in die Knie gegangen“, sagte er und verband das lokale Geschehen mit der Gesamterfahrung der Insel in den Jahren 1941 bis 1945. Jährliche Feiern dieser Art sind ein wichtiger Bestandteil der lokalen Erinnerung in den Bergdörfern von Heraklion, wo die Zahl der Opfer gemessen an der Einwohnerzahl der Gemeinden oft unverhältnismäßig hoch war.
Die Goniano-Schlucht, auch als Porofarango bekannt, verbindet die Gegend von Gonies mit der Hochebene des Psiloritis und ist heute eine Wanderroute. Das Ehrenmal an ihrem Eingang dient als Bezugspunkt für Besucher, die die Geschichte der Region nicht kennen. Die Kulturvereine der Ortschaften halten diese Veranstaltungen gemeinsam mit den Gemeinden am Leben und verbinden sie häufig mit der Aufzeichnung von Zeugnissen und der Dokumentation der Namen der Opfer. Ähnliche Initiativen zur Aufwertung lokaler Erinnerungs- und Naturorte wurden zuletzt auch andernorts auf Kreta verzeichnet, etwa mit der Ausweisung der Quellen „Platanos“ bei Armenoi als historischer Ort.
Πηγές
- Πρωτογενείς πηγέςΤίμησαν τη μνήμη των 23 εκτελεσθέντων στο Γωνιανό φαράγγι — CRETA24 · δημοσιεύθηκε 2026-08-16 · ανακτήθηκε 2026-08-16