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Paros: Gemeinde fordert Hochwasserschutz von Ministerien

Die Gemeinde Paros fordert in einem Schreiben an drei Ministerien und die Dezentrale Verwaltung der Ägäis die umgehende Erstellung von Studien für Hochwasser- und Erosionsschutzmaßnahmen in den Brandgebieten.

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Die umgehende Erstellung von Studien und die Umsetzung von Hochwasser- und Erosionsschutzmaßnahmen in den Gebieten von Paros, die beim Brand vom 28. Juli 2026 verbrannt sind, fordert der Bürgermeister von Paros, Kostas Bizas. Laut einem Bericht der Naxos Times wurde das entsprechende Schreiben mit der Vorgangsnummer 16502 am 17. August 2026 an das Ministerium für Umwelt und Energie, an das Ministerium für Infrastruktur, Verkehr und Netze sowie an die Dezentrale Verwaltung der Ägäis geschickt. Dieselbe Forderung wurde auch den Abgeordneten der Kykladen übermittelt, mit der Bitte, bei den zuständigen Ministern zu intervenieren, damit die Verfahren beschleunigt werden. Die Gemeinde beruft sich auf die bevorstehende Wintersaison als Grund, der die Angelegenheit dringend macht.

Die Forderung stützt sich auf ein bekanntes Phänomen: Nach einem Brand verliert der Boden die Pflanzendecke, die Wasser und Erde zurückhält, sodass der Regen sehr viel schneller in tiefer gelegene Bereiche abfließt. Dadurch steigt das Risiko von Überschwemmungen in Siedlungen und auf Straßen, während zugleich die fruchtbare Oberflächenschicht fortgeschwemmt wird, was die Regeneration der Vegetation erschwert. Erosionsschutzmaßnahmen wie Stammsperren, Faschinen und kleine Sperren in Bachläufen zielen genau darauf, den Abfluss zu verlangsamen und das Geschiebe zurückzuhalten. Diese Maßnahmen sind nur dann sinnvoll, wenn sie vor den ersten starken Niederschlägen des Herbstes abgeschlossen werden, was die Dringlichkeit der Forderung erklärt. Die Erfahrung aus früheren Bränden in Griechenland zeigt, dass die Erosion in den ersten beiden Wintern nach dem Ereignis am stärksten ausfällt, bevor sich die krautige Vegetation erholen kann.

Für Paros, eine Insel mit ausgeprägtem Relief und dichter Bebauung nahe den Küsten, hat die Frage eine unmittelbar praktische Dimension. Die verbrannten Flächen liegen an Hängen, von denen aus das Wasser in Richtung von Siedlungen, landwirtschaftlichen Kulturen und Straßennetz fließt, während der Abfluss ins Meer gelangt, mit möglichen Auswirkungen auch auf die Qualität der Badegewässer. Die Gemeinde hat wiederholt Fragen der Infrastruktur und des Umweltmanagements auf der Insel aufgeworfen, etwa im Fall des Protests an der Mülldeponie, während sich die Bevölkerung von Paros in den Sommermonaten vervielfacht und damit den Druck auf Netze und Dienstleistungen erhöht.

Der nächste Schritt hängt von der Antwort der Ministerien und der Dezentralen Verwaltung der Ägäis ab, die die entsprechenden Studien vergeben und finanzieren sollen. Weder ein Zeitplan noch ein Budget oder eine Finanzierungsquelle für die von der Gemeinde geforderten Maßnahmen wurde mitgeteilt. Ebenso wenig ist bekannt geworden, ob die verbrannten Flächen bereits kartiert wurden und ob eine Begehung durch die zuständigen Forstdienste vorausgegangen ist – ein Element, das der Erstellung von Erosionsschutzstudien üblicherweise vorangeht. Bis zu einer offiziellen Antwort bleibt die Forderung offen, während die Zeit bis zum Beginn der Regenperiode knapper wird. Paros erlebte den Brand vom 28. Juli in einer Zeit hohen touristischen Aufkommens, was auch die Dienste des Katastrophenschutzes der Insel zusätzlich belastet hatte.

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