Tavronitis: 12 Monate mehr für 267-Mio.-Talsperre
Das Infrastrukturministerium hat eine Verlängerung des Vertrags des technischen Beraters um zwölf Monate für das ÖPP-Projekt der Tavronitis-Talsperren mit einem Budget von 267 Millionen Euro genehmigt.
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Das Ministerium für Infrastruktur und Verkehr hat eine Verlängerung des Vertrags des technischen Beraters um zwölf Monate für das Projekt der öffentlich-privaten Partnerschaft der Tavronitis-Talsperren mit einem Gesamtbudget von 267 Millionen Euro genehmigt. Das Vorhaben betrifft den Bau der Talsperren Derianos und Semproniotis sowie des Verbindungstunnels zwischen ihnen in der Regionaleinheit Chania. Die Ausschreibung begann im November 2022; bis heute wurde nur die Phase A abgeschlossen, also die Billigung der Liste der vorausgewählten Bewerber. Die neue Frist für den technischen Berater reicht bis zum 23. Juli 2027. Der technische Berater unterstützt den Auftraggeber in allen Phasen des Vergabeverfahrens.
Der entscheidende Punkt für den weiteren Verlauf ist die Genehmigung der Umweltauflagen, die Voraussetzung für die Abgabe verbindlicher Angebote in der nächsten Stufe der Ausschreibung ist. Die Partnerschaft soll insgesamt dreißig Jahre laufen, davon vier Jahre für den Bau und die übrigen sechsundzwanzig für Betrieb und Instandhaltung der Anlagen durch den privaten Partner. Nutznießer sind die Gemeinden Platanias und Kissamos, sowohl für die Bewässerung als auch für die Trinkwasserversorgung; zudem umfasst das Projekt den Hochwasserschutz für das Einzugsgebiet des Tavronitis. Bei ÖPP-Projekten übernimmt der private Partner Finanzierung und Bau und wird während der Betriebszeit über Verfügbarkeitszahlungen des Staates vergütet, ein Modell, das einen Teil des Baurisikos auf den Auftragnehmer verlagert.
Der Bürgermeister von Platanias, Giannis Malandrakis, hat ein Schreiben an Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis gerichtet und einen verbindlichen Zeitplan für den Abschluss des Vergabeverfahrens gefordert. Die Gemeinde kämpft seit mehr als fünfzehn Jahren für das Projekt, wobei das Thema jeden Sommer zurückkehrt, wenn der Wasserbedarf wegen des Tourismusaufkommens und des Bewässerungsbedarfs seinen Höhepunkt erreicht. Die Angaben zur Verlängerung und das Schreiben des Bürgermeisters werden im Transparenzportal Diavgeia veröffentlicht und können von Interessierten eingesehen werden. Verzögerungen bei der Umweltgenehmigung sind der häufigste Grund für verschobene Zeitpläne bei großen wasserbaulichen Vorhaben.
Die Frage der Wasserversorgung ist in der jüngsten Zeit für ganz Kreta zentral geworden. Im Osten der Insel hatte eine Störung in der Aufbereitungsanlage von Aposelemis Alarm für die Wasserversorgung von Agios Nikolaos ausgelöst, die Wiederherstellung erfolgte schrittweise. In Chania gelten die bestehenden Speicherbauwerke als unzureichend, um den Bedarf der westlichen Gemeinden in trockenen Jahren zu decken. Mehr aus der Region auf der Seite Platanias. Die Talsperren sollen sowohl Bewässerungs- als auch Trinkwasserbedarf decken, in einer Gegend, in der sich die Nachfrage in den Sommermonaten verdoppelt. Das Thema dürfte erneut in den Gemeinderat von Platanias kommen; die Gemeinde hat zudem um Auskunft über den Zeitplan der Phase B der Ausschreibung gebeten.
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